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G I B T  E S  G O T T ?

Das ist die entscheidende Frage. Wenn es Gott nicht gibt, dann ist es zwecklos, nach ihm zu suchen. Denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er existiert. Obwohl es nicht möglich ist, Gott im  wissenschaftlichen Sinn zu beweisen, spricht doch alles für seine Existenz. 

Als Beispiel das Universum. Wenn man es als das Ergebnis eines Zufalls bezeichnet, wirft man viele neue Fragen auf - und beantwortet keine. Genauso mit der "Urknall-Theorie". Woher kam denn die erste Materie? Nicht einmal der "Urknall" kann aus nichts etwas entstehen lassen. Die Evolutionstheorie ist weit verbreitet, aber ebenso wenig gesichert: Wie kann ein Nichts sich zu etwas entwickeln, und dann erst zu den unglaublich komplexen Lebensformen auf der Erde? 

Da naturwissenschaftliches Denken auf empirischen Fakten beruhen muss, entzieht sich der Gottesbeweis der Naturwissenschaft. Nun besteht die Möglichkeit, dass Gott nicht existiert, weil er mit den wissenschaftlichen Methoden nicht erklärbar ist, oder es braucht einen anderen Ansatz. Dies gilt  leider auch für die Urknall-Theorie, welche ebenso wenig beweisbar ist. Der Kausalzwang endet hier. Der amerikanische Nobelpreisträger in Physik  Steven Weinberg meint: «Ich kann nicht leugnen, dass ich einen Anflug von Unwirklichkeit empfinde, wenn ich über die ersten drei Minuten in einer Weise schreibe, als wüssten wir wirklich, wovon wir sprechen.» (S. Weinberg: Die ersten drei Minuten, S. 24). Als einer der grössten Wissenschaftler der Urknall-Theorie und überzeugter Atheist liefert er eine ehrliche Antwort. Daraus ergibt sich der Schluss, dass eigentlich beides auf Glauben beruht oder im Fall des Urknalls auf eine Hypothese. Da die Wissenschaft aus den genannten Gründen Gott in jeglicher Bewertung ausschliesst, kann und wird sie nie den Beweis Gottes erbringen. Das ist nicht die Aufgabe der Naturwissenschaften. 

Man kann von wissenschaftliche Theorien nicht behaupten, sie könnten die Welt erklären. Sie erklären nur die Phänomene, welche wir in der Welt beobachten. Fragen über die Metaphysik oder den Glauben mit naturwissenschaftlichen Methoden zu beantworten machen wenig Sinn. Es gibt viele Fragen, die naturgemäss ausserhalb des legitimen Geltungsbereiches empirischer Methoden liegen. 

Jedes Jahr entdecken Astophysiker mehr sehr spezifische Kriterien, welche notwendig sind, um Lebensformen auf der Erde zu ermöglichen. Nehmen wir nur 2 der ca. 60 Faktoren welche es benötigt um Leben auf der Erde zu ermöglichen, nämlich die Erschaffung der Atmosphäre und des hydrologischen Zyklus, ergeben eine Wahrscheinlichkeit von 1:1026 (1 : 100 Billionen Billionen). Bezieht man noch die übrigen Faktoren in die Gleichung ein ist die Wahrscheinlichkeit geringer als es Atome im Universum gibt, geschweige denn Planeten oder Sonnen. Es gäbe keine Leben auf der Erde  wenn die Erde sich langsamer/schneller drehen würde, die Erde kleiner/grösser wäre, der Mond  kleiner/grösser wäre, 2-5% mehr Abstand zur Sonne, Veränderung des Verhältnisses von  Stickstoff/Sauerstoff, mehr Ozon/weniger Ozon, Erdkruste kleiner/grösser, mehr als ein Mond, 1% Veränderung im Sonnenlichts etc. 

Alle anderen Theorien sind genauso löchrig. Die einzig zufriedenstellende Erklärung lautet: Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Unsere Welt ist nicht das Zufallsprodukt eines glücklichen Zusammentreffens von Teilchen, "die es schon immer gab". Sondem wir erkennen, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, so dass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist. Die Schöpfung hatte einen Anfangspunkt, und Gott ist ihr Ursprung. Denn wenn er spricht, so geschieht's; wenn er gebietet, so steht's da.

Das bestätigt sich in der erstaunlichen Ordnung und Gestaltung der Natur und in den Naturgesetzen, die alles zusammenhalten, von der Weite des Weltalls bis zu den mikroskopisch kleinsten Lebewesen. Aber Ordnung entsteht nicht von selbst und auch die Naturgesetze weisen auf einen Gesetzgeber - das ist Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde.

Aber der deutlichste Hinweis auf die Schöpfung ist der Mensch. Im Gegensatz zu den Tieren besitzt er die  Fähigkeit zur Liebe und Leidenschaft. Doch vor allem hat er eine tiefe Sehnsucht nach Gott. Woher hat er diese Eigenschaften? Sie können kaum durch Evolution oder durch eine Kette von Zufällen entstanden sein. Der Mensch ist kein Zufall, er ist wunderbar gemacht.


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