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2 . R E I S E W O C H E

Melbourne

In Belgrave, einem Vorort von Melbourne, gibt es den berühmten Puffing
Billy
.
Der Zug mit der ältesten Dampflok Australiens. Die Fahrt führt
durch dicht bewachsenen Regenwald über Holzbrücken zum Emerald
Lake Park.
Am Abend ging es nach Melbourne Eine Stadt auf die man sicherlich
gut verzichten kann. Es gibt eigentlich nichts Sehenswertes. Der
älteste Zoo Australiens ist ebenfalls dort
,
konnte uns aber auch nicht beeindrucken. Die unerträgliche Hitze
(41°C) an dem Tag gab uns noch den Rest.
Great Ocean Road
Wir fuhren weiter Richtung Süden. In Anglesea machten wir einen
Zwischenstop. Dort muss man einen Blick auf dem Golfplatz werfen.
Es befinden sich Hunderte von grasenden Kängurus, die sich von
den umherfliegenden Golfbällen nicht beeindrucken lassen.
Von da startete die Great Ocean Road, eine kurvenreiche Strasse
mit wunderschönen Blicken, wie z.B der "Cape Patton
Lockout", sehr sehenswert bei Sonnenuntergang. Am schmalen Küstenstreifen
kommt man zum Port
Campbell NP
.
Verschiedene Felsformationen wie die 12 Apostel, Loch Ard George,
Gipson Steps, London Brigde, the Grotto sind die Hauptsehenswürdigkeiten.
Ein Helikopterrundflug wird auch angeboten.
In Mount Gambier sollte man unbedingt ein Stop beim Blue Lake
einlegen. Der Kratersee hat sich den Namen wahrlich verdient. Das
Wasser sieht aus wie aus einem Tintenfass.
Adelaide

Als wir in Adelaide,
(Hauptstadt von South Australia) ankamen fühlten wir uns dort auf
Anhieb wohl. Weitläufige Parks, begrünte Strassen,
viktorianische Gebäude zeichnen diese Stadt aus. Obwohl die
Einwohnerzahl über der Millionengrenze liegt, scheint Stress ein
Fremdwort zu sein. Im Aborigial-Kulturcenter
sahen wir uns Kunstmalereien an. Mit der alten Strassenbahn
(Nostalgie pur) ging es dann nach Glenelg,
,
einem Vorort direkt an der Küste. Die Strandpromenade, der Strand
selber (Badesachen sollte man immer dabei haben), sowie die
Einkaufsmöglichkeiten im Ort lassen keine Wünsche mehr offen.
Ein Emu-Caller von dort ziert nun unser Wohnzimmer. Weiter ging es
nun Richtung Norden. Wir kamen zu Barrosa
Valley, das wohl bekannteste Weinanbaugebiet Australiens.
Weinproben bekommt der Besucher dort fast überall, aber wer denkt
schon an Wein bei 40°C?
Flinders Ranges

Weiter ging es Richtung Norden. Wir kamen langsam aber sicher ins
Outback. Die Erde wurde immer rötlicher, die Landschaft immer
trockener und verlassener. Das Ziel war Flinders Ranges. Ein
78.400 ha grosser Nationalpark. Eine der grössten Attraktionen
ist das 17km lange und 7km breite Felsbecken, welches eine Form
wie ein Stadion hat.
Einige Geologen zählen die Flinders
Ranges zu den ältesten Gebieten der Erde (viele Millionen
Jahre), meiner Meinung nach ist es ca. 10.000 Jahre alt (so wie
der Rest der Erde).
In Wilpena ist auch der Campingplatz mit Informationszentrum. Dort
kann man sich über die Schlangenarten informieren, welche einem
im Park begegnen könntem. Einige davon zählen zu den Top-ten der
giftigsten Schlangen der Erde, wobei man sagen muss das die
Wahrscheinlichkeit auf eine Schlange zu treffen sehr gering ist.
Zum Wandern war es uns einfach zu heiss (33°C) und die Strecken
zu lang. So entschlossen wir uns spontan zu einem Rundflug mit
einem einmotorigen Flugzeug über den Nationalpark. Das war
Klasse! Auf dem Campingplatz teilten wir dann unser Abendessen mit
2 wilden Kängeruhs, die wir dann auch nicht mehr los wurden. Ich
machte noch ein Feuer an der dafür vorgesehen Feuerstelle. Das
Holz war aber so trocken und die Flammen schlugen so hoch, dass
ich Angst bekam das Feuer würde auf die Bäume übergreifen. Das
Wasser war immer griffbereit.
Cooper Pedy

Die Fahrt ging weiter in das rote Zentrum Australiens. Die
Landschaft änderte sich nun überhaupt nicht mehr. Es gab nur
noch vereinzelte Sträucher zu sehen. Die Fahrt Richtung Cooper
Pedy ist militärisches Sperrgebiet, es darf nicht von der Strecke
abgewichen werden. Die Engländer hatten vor Jahrzehnten dort
Atombombenversuche unternommen. Viele Soldaten erlagen ihren
Strahlenschäden, die dort ansässigen Aboriginies sind mit der
britischen Regierung immer noch in Rechtsstreit. Mein Vorschlag wäre,
beim nächsten Mal doch Atombombenversuche im eigenen Land
abzuhalten. Ich finde es immer wieder erstaunlich wie liberal
Menschen doch sein können, wenn selbst verursachte Schäden nicht
die eigene Bevölkerungsgruppe treffen.
Der wohl kurioseste Ort auf unserer ganzen Reise und deshalb volle
Punktzahl. Übersetzt heisst der Ort nach den Aboriginies:
"Weisser Man im Loch". Wegen der unerträglichen Hitze,
leben die meisten Einwohner unter der Erde. 80% der Weltproduktion
von Opalen stammt aus Cooper Pedy. Wir besuchten ein
"Underground Hotel" und die "Underground Catholic
Church". Das griechische Restaurant
im Ort sollte man möglichst meiden.
Ayers Rock

Wir fuhren weiter Richtung Norden. Das Wetter verschlechterte sich
etwas, es regnete teilweise. Das kam uns im Outback aber sehr
entgegen. Die Fahrt verlief weiterhin durch ödes, trockenes
Gebiet. Viele Känguruhs hatten wir auf dem Weg gesehen die tot
neben der Strasse lagen. Die bis zu 50m langen Roadtrains können
nicht ausweichen, wenn ein Tier auf der Strasse steht. Selber ist
es mir einige male passiert, dass es nur fast (zum Glück) zu
einer Kollision mit einem Känguruh kam.
Alle 200 km - 300 km kam eine Tankstelle, dazwischen war meist
nichts. Irgendwann erreichten wir dann den Uluru
National Park. Ich liess es mir nicht nehmen und besteigte den
348 m hohen Monolithen, der als grösster der Erde gilt. Der
Aufstieg war schwieriger als ich dachte. Der Uluru ist an einigen
Stellen sehr steil, zudem wehte auf der Spitze noch ein starker
Wind. Ich blieb deshalb nur sehr kurz oben. Der Hin- und Rückweg
hat ca. 1.5 Std. gedauert. Der Uluru ist mit 348 m immerhin noch
36 m höher als der Eiffelturm inkl. der Antenne. In den
Abendstunden ändert der Uluru ständig seine Farben, ein muss für
Hobbyfotografen (Sunset-Lookout).
Im Ayers Rock Resort hatten wir unseren teuersten Campingplatz des
ganzen Urlaubes gefunden, 28.60 A$ pro Nacht. Das gesamte Ressort
lässt aber keine Wünsche offen. Das Aborigianal-Cultur-Center
sollte man auch besuchen um mehr über die dortigen Aboriginies zu
erfahren. Den 10 km Rundweg am Fusse des Uluru hatten wir uns
erspart, dafür schauten wir uns punktuell einige Höhlen, Wasserlöcher
und Felsformationen an.
Die Olgas (Kata Tjuta)
sind 32 km westlich vom Ayers Rock. Das Felsengebirge ist ca. 40
km2 gross. Wir machten dort den Olga George Walk, der ca. 1 Std.
dauerte. Ein einfacher Gang durch die tief ausgeschnittene
Schlucht. Wer einen Rundgang machen möchte, kann mit mehreren
Tagen Fussmarsch rechnen.
Es ging weiter nach Alice
Spings.
Ein eher verschlafenes Nest mitten im nichts, was aber für seine
Umgebung sehr bekannt ist. Wir fuhren direkt zum Alice
Spings Desert Park.
Ein Highlight ist die "bird of prey" Show im Nature
Theatre des Parks. Wir fuhren weiter Richtung Westen zum Simpsons
Gap (Schlucht), Stanley Chasm (steiniger Pfad zur Schlucht mit
tiefer Felsspalte). Im Ellery Creek Big Hole, einer Felsverwerfung
mit Teich (Bademöglichkeit), übernachteten wir auf einem
einfachen Campingground. Der Weg dorthin führt ca. 2 km über
eine Schotterpiste. In der Nacht konnten wir das jaulen der Dingos
hören.
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